[Smalltalk] Buchmesse-Veranstaltung “Verlagsverbrannt oder Verlagsinteressant?”


Podiumsdiskussion des Autorensofas

Hallo ihr Lieben,

im letzten Beitrag zur Frankfurter Buchmesse hatte ich ja schon angekündigt, dass ich zur Diskussionsrunde “Verlagsverbrannt oder Verlagsinteressant” noch einen kleinen Text schreiben werde. Veranstaltet und moderiert wurde die Podiumsdiskussion vom “Autorensofa”, beziehungsweise von Elke Becker, die gleich zu Beginn die eingeladenen Autorinnen sowie die Verlagslektorin vorstellte. Anwesend waren Amy Baxter, Katharina Burkhardt, Johanna Danninger, das Autorenduo Rose Snow und die Lektorin Annika Hartmann von “be by Bastei Lübbe”.

Verlagsinteressant oder Verlagsverbrannt?

Ich hatte mir von dieser Veranstaltung viel erhofft, denn mir fehlt einfach die Erfahrung und das Wissen wie das Autorenleben so verläuft. Eingeladen waren ausschließlich Damen, die ursprünglich als Selfpublisher begonnen haben und mittlerweile auch mit Verlagen zusammen arbeiten. So war die Hauptfrage im Prinzip schon von Beginn an geklärt: Selfpublisher sind durchaus interessant für die Verlagswelt und schießen sich durch das Selbstverlegen nicht automatisch ins Aus. Annika Hartmann vom eBook-Label “be by Bastei Lübbe” bestätigte auch, dass Selfpublisher durchaus als ernstzunehmende Konkurrenz angesehen werden. Auch auf Verlagsseite hat sich mittlerweile viel getan und man überdenkt veraltete Abläufe.

Einig waren sich alle anwesenden Autorinnen, dass beide Seiten durchaus ihren Reiz haben. Als Selfpublisher hat man alle Freiheite und trifft alle Entscheidungen selbst. Man hat jederzeit die Möglichkeit kurzfristig zu veröffentlichen oder Änderungen zu veranlassen. Hat man es jedoch in einen Verlag geschafft, kann man auch dessen Vorzüge genießen, denn um Marketing, Cover, Korrektorat etc. muss man sich dann nicht mehr kümmern und kann sich vollständig auf das Schreiben konzentrieren. Annika Hartmann bestätigte außerdem, dass auch die e-Labels wie “be by Bastei Lübbe” die Veröffentlichungsrhythmen verkürzen, um sich an die Selfpublisher anzupassen, denn die Leser sind schlichtweg verwöhnt.

Die Frage aller Fragen: Wer verdient mehr?

Zum Abschluss der Podiumsdiskussion des Autorensofas gab Elke Becker das Wort an das Publikum und eröffnete die Fragerunde. Eine besonders brisante Frage ist bei mir hängen geblieben: Wer verdient mehr? Der Verlagsautor oder Selfpublisher? Beantwortet werden konnte dies von der Moderatorin und den Autorinnen nicht wirklich, denn Selfpublisher gehen in allen Belangen (Korrektorat, Lektorat, Cover etc.) erst einmal in Vorleistung und müssen die Dienstleistungen bezahlen ohne zu wissen, ob das Buch ein finanzieller Erfolg wird. Wenn das Buch ein Verkaufsschlager werden sollte, dann wird der Selfpublisher mit Sicherheit mehr verdienen als der Verlagsautor. Dieser bekommt zwar eine All-Inclusive-Leistung kostenlos vom Verlag, aber erhält vom Verkauf eines Buches eben auch nur einen Bruchteil. Es ist eben alles eine Plus-Minus-Rechnung und hängt mit der jeweiligen Situation des Autoren ab.

Insgesamt fand ich die Podiumsdiskussion sehr interessant und informativ. Vielen Dank an das “Autorensofa” für diese Veranstaltung!

 

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