[Rezension] Ich wähle den Highlander


Ich wähle den Highlander von Jessi Gage

Hallo ihr Lieben,

der Monat hat mal wieder turbulent gestartet und leider hat mein Lesetempo auch genauso schnell wieder nachgelassen. Schade! Aktuell habe ich wieder so viel um die Ohren, dass ich kaum noch zum Lesen komme und abends meist um 23 Uhr todmüde ins Bett falle. Die Wochenenden sind leider auch ziemlich verplant und in den verbleibenden Lücken kümmere ich mich dann um mein kleines Shirt-Biz. Es bleibt einfach zu wenig Zeit! Und wenn ich daran denke, dass in 3,5 Wochen schon die Frankfurter Buchmesse beginnt…. AHHHH!

Aber eines habe ich schon mal sicher in der Tasche: Die Presse-Akkreditierung. Da kann nichts mehr schief gehen! Und die nächsten Tage werde ich noch zwei Bestellungen absetzen und nein, dieses Mal handelt es sich nicht um Bücher. Was genau das sein wird, erfahrt ihr wahrscheinlich kurz vor oder auf der Buchmesse 😉

Aber nun erstmal zur Rezension von “Ich wähle den Highlander” von Jessi Gage, die mir das Buch im Rahmen einer Leserunde freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Leider habe ich es zeittechnisch nicht geschafft mich an den Diskussionen so rege zu beteiligen, wie ich es gerne gewollt hätte, aber dafür kommt jetzt eine nette Rezension.

[Werbung] Die folgende Buchbewertung kennzeichne ich als Werbung, da mir das Buch im Rahmen einer Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Die folgende Meinung ist meine eigene und lässt sich nicht kaufen

Klappentext:

Connie ist Bauingenieurin und entwirft im Chicago von 1981 Sanitärsysteme. Ihr Leben hat sie genauso sorgfältig geplant wie ihre Systeme, bis hin zu dem Mann, den sie zu ehelichen hofft. Doch als Mr. Right ihr einen Heiratsantrag macht, gelingt es ihr nicht, ja zu sagen. Um ihre Gedanken zu klären reist sie in die schottischen Highlands, wo ihre freigeistige Zwillingsschwester den Wunsch ausspricht, Connie möge wahre Liebe finden. Die beiden Schwestern hatten nicht damit gerechnet, dass dieser Wunsch Connie fünfhundert Jahre in die Vergangenheit transportieren würde.

Wilhelm Murray, Erbe der Baronie Dornoch, hofft, eines Tages im Parlament zu sitzen und die Reformen zu erwirken, die Schottland so dringend benötigt. Seine Pläne werden jedoch über den Haufen geworfen, als er eine auf dem Scheiterhaufen gefesselt stehende Frau in einem äußerst sonderbaren Dialekt ihre Unschuld beteuern hört. Diese tapfere Schönheit zieht ihn dermaßen an, dass er sie rettet, obwohl er damit zur Flucht gezwungen wird und seinen Traum aufgeben muss.

Auf ihrer gemeinsamen Flucht erfährt Connie, dass die Gerechtigkeit Wilhelms höchstes Ziel darstellt. Schottland braucht seine Ideen. Das Land braucht ihn. Und sie braucht ihn auch. Doch um Wilhelms Namen reinzuwaschen, wird sie aufgeben müssen, wofür sie so hart gearbeitet hat, und sich einzig dem Zauber der Liebe verschreiben.

Die Geschichte:

Wie der Klappentext schon verrät, handelt “Ich wähle den Highlander” von Connie und Wilhelm, die schon aus Band 1 der Highlander-Reihe von Jessi Gage bekannt sind. Die Geschichte startet im Jahre 1981 und damit ganze 12 Jahre vor meiner eigenen Geburt. Ich musste doch ein wenig umdenken, weil Handys oder gar Smartphones noch nicht erfunden waren und auch das Internet steckte noch in den Kinderschuhen (oder eher Babysöckchen). Viel Zeit blieb mir aber nicht, um mich an die ungewohnte Zeit zu gewöhnen, denn schneller als gedacht zog es mich mit Connie rund 400 Jahre in die Vergangenheit.

Vor 400 Jahren in den Highlands

Zu Beginn geht wirklich alles Schlag auf Schlag und wenige Seiten später findet sich Connie auf einem Podest wieder. Vor ihr die sensationshungrige Meute, die sich auf ein fackelndes Spektakel freut und unter ihr jede Menge trockenes Gestrüpp. Na toll, das Buch kann doch jetzt noch nicht vorbei sein? Keine Sorge, ist es nicht. Den Laird des Clans scheinen Connies Unschuldsbekundungen nicht zu interessieren, aber der junge Murray hat einen sehr ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und ohne eine ordentliche Anhörung soll diese Frau nicht sterben.

Ab dem Punkt von Connies Rettung hat man eine ungefähre Ahnung wo die Reise hingeht. Also im doppelten Sinne. Wilhelm hat ein Fluchtziel und einen Plan, wie er aus der Nummer wieder raus kommt und auch der Leser kann sich in etwa vorstellen, wie der weitere Verlauf aussehen wird. Ruthven, der engstirnige Laird, wird die beiden verfolgen (lassen), so viel ist sicher. Die Frage also lautet, ob die beiden heil aus der Nummer raus kommen werden, und ob Connie es schafft in ihre Zeit zurückzukehren oder ob sie freiwillig bleiben wird.

Die Charaktere:

Wilhelm Murray ist ein sehr guter Krieger und metzelt wild um sich, um Connie vom Scheiterhaufen retten zu können. Ganz anders wirkt sein eigentlicher Charakter. Er ist eher ruhig, besonnen und liebevoll. Der Familie und dem Clan gilt seine Treue und Loyalität. Um so mehr erstaunt es mich, dass er Connie so schnell glaubt und vertraut, ohne auf Informationen über ihre Herkunft und Vergangenheit zu bestehen.

Connie fällt es gleichzeitig leicht und schwer sich in der Vergangenheit zurecht zu finden. Zum einen weiß sie wie der Hase läuft, wie sie sich benehmen muss und wie eingeschränkt die technischen Möglichkeiten in dieser Zeit noch waren, andererseits wünscht sie sich in die Zukunft zurück. Sie sitzt zwischen zwei Stühlen und will sich aus diesem Grund auch ihre Zuneigung zu Wilhelm nicht eingestehen. Man hat oft den Eindruck, dass sie eine sehr rational denkende Person ist, aber unter dem Panzer der Technikerin sehr viele Gefühle und brodelnde Emotionen stecken, die endlich rausgelassen werden wollen.

Außer Wilhelm, Connie und Ruthven gibt es noch Terran (Wilhelms Stellvertreter und “Bodyguard”) und Aifric (die ebenfalls von Ruthven gefangen gehalten wurde). Die beiden sind zwei furchtbar nette Charaktere, die ihre eigenen Probleme ausfechten müssen. Weitere Gedanken zu den beiden habe ich euch in den Spoiler gepackt (Spoileralarm!)

Für mich leider nicht authentisch war die stürmische Liebe zwischen Terran und Aifric. Ich verstehe, dass eine junge Frau in dieser Zeit einen Mann an ihrer Seite braucht, um für ihr Leben abgesichert zu sein. Ich verstehe auch, dass sie mit einem unehelichen Kind quasi alle Chancen auf einen Mann verwirkt hatte. Terran würde ich es hoch anrechnen, wenn er argumentiert hätte, dass die junge Frau jemanden braucht und er sich ihrer annimmt. Quasi aus Nächstenliebe. Aber diese tiefe Zuneigung aus dem Nichts empfand ich als etwas zu dick aufgetragen.

PS.: In der Leserunde auf Lovelybooks gab Jessi Gage zu, dass in dieser Passage ihre romantische Ader ein wenig mit ihr durchgegangen ist 😉

Weitere kleine Charaktere sorgen dafür, dass man sich in der Story wohl fühlt, die Geschichte voran getrieben wird und schlussendlich auch ein ordentliches Ende findet.

Das Fazit:

Wie auch schon bei “Ich wünsch mir einen Highlander” ist der Autorin Jessi Gage ein wunderbar leichter Highlander-Roman gelungen. Der Unterhaltungsfaktor stimmt, es prickelt an den richtigen Stellen und auch die Spannung kommt nicht zu kurz. An einigen wenigen Stellen (wie dem oben genannten Spoiler) ist ihre Fantasie ein wenig mit ihr durchgegangen und es wirkte nicht ganz stimmig. Sonst bin ich aber mit der Story, den Charakteren und der Schreibweise sehr zufrieden. 

Leider werde ich den nächsten Band wieder auslassen, da dieser nicht in den Highlands spielt, sondern wie Band 2 in der Fantasy-Parallelwelt und diese hat mich bisher einfach nicht angesprochen.

Meine Rezension zu Band 1 “Ich wünsch mir einen Highlander” findest du hier.

Die Bewertung:

Geschichte ♥♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥♥ | Landschaft/Szenerie ♥♥♥♥♥ | Emotionen ♥♥♥♥♥  = 4,5 Herzen

Andraya


Achtung, ab hier gibt es Werbung:

Titel des Buches: Ich wähle den Highlander*
Autor: Jessi Gage
Verlag: —
ISBN: 9781941239322
Erscheinungsdatum: 20.8.2018

Seiten: 337 Seiten
Format: eBook
Preis: 3,49 € (eBook) 

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