[Rezension] Die Hütte im Schnee


Cover zu "Die Hütte im Schnee" von Svenja Mund

Hallo ihr Lieben,

ich muss mich ein wenig entschuldigen, dass ich im November letzten Jahres so sang- und klanglos in der Versenkung verschwunden bin. ABER es gab dafür gut Gründe, nämlich zwei Kundenprojekte, die ich zusätzlich zu meinem 40-Stunden-Job noch umsetzen wollte und da musste ich dann leider Prioritäten setzen und den Blog einfach mal Blog sein lassen.

Aber es war von Anfang an klar: Der Blog soll nicht sterben. Und deswegen habe ich mich sehr gefreut, als Anfang Januar eine Anfrage von “blue panther books” ins Postfach flatterte und ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte einige Bücher des Verlags zu rezensieren. Konnte ich! Deswegen geht es heute auch direkt los mit “Die Hütte im Schnee” von Svenja Mund.

[Werbung] Diesen Artikel kennzeichne ich als Werbung, da ich das Rezensionsexemplar freundlicherweise von blue panther books erhalten habe. Die folgende Meinung ist meine eigene und lässt sich nicht kaufen 😉

Klappentext:

Allein mit diesem fremden Mann in der eingeschneiten Hütte war sie ihm ausgeliefert. Er hatte ihr mit obszönen Worten im Dirty Talk von seinen erotischen Fantasien erzählt. Sie hatte dabei als treibende Kraft fungiert, ihn dazu animiert. Nun war es an ihr, ihre erotischen Gedanken zu offenbaren. Aber waren diese nicht zu skurril, zu obszön? Sie konnte sie nur preisgeben, wenn sie ihn spürte – auf ihrer Haut, tief in ihr. Aber das wollte sie doch gar nicht! Oder doch?

Meine Gedanken zum Buch:

Der Klappentext zu “Die Hütte im Schnee” liest sich erst einmal völlig unscheinbar. Vielleicht geht es um BDSM, vielleicht auch um einen anderen Fetisch, aber egal was da im Köpfchen der Protagonistin Wanda herumspukt: Mich haut so schnell nichts vom Hocker. Dachte ich.

Ähnlich unscheinbar wie der Klappentext beginnt auch das Buch. Wanda hat eine Autopanne und steckt im Schnee fest, Max ist auf dem Weg zu seiner Hütte und nimmt sie spontan mit, da die Straße zuschneit und der Weg zum nächsten Ort zu weit ist. So weit völlig unspektakulär. So ganz geheuer ist es Wanda zu Beginn nicht, so ganz allein mit diesem fremden Kerl in der Hütte, aber schnell entspannt sie sich und die beiden gehen zum Dirty Talk über. Bis zu diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte einen absolut normalen Verlauf und ich hatte schon einige Ideen, wie es nun weiter gehen könnte. Oh, ich hatte ja keine Ahnung.

Wanda scheint zu Beginn des Buches eher der Typ “Normalo” zu sein. Schüchtern, ein wenig zurückhaltend und vielleicht sogar ein bisschen verklemmt. Max, der Retter in der Not, ist ein Gentleman wie er im Buche steht. Zuvorkommend und höflich, außerdem rückt er Wanda zu keinem Zeitpunkt auf die Pelle. Sehr löblich! Max bleibt während des gesamten Buches seiner Linie treu, ganz im Gegensatz zu Wanda. Diese scheint in ihrem alltäglichen Leben ein wenig von ihrer Lust besessen zu sein und diese Seite bricht in der Hütte im Schnee immer weiter aus ihr heraus. Von zurückhaltend bleibt da nicht mehr viel übrig!

Um es auf den Punkt zu bringen: Das Buch besteht zu 85 Prozent aus vögeln, vögeln und nochmal vögeln. Und ich meine jetzt nicht die Flugtiere mit den hübschen Federn! Und es wird versaut. Sehr versaut. Den BDSM-Gedanken habe ich schnell wieder in der Schublade verstaut und als Fetisch kann ich es auch nicht mal wirklich bezeichnen, denn es ist einfach nur skurril. Ich habe in der Schulzeit einmal Franz Kafkas “Die Verwandlung” lesen müssen und zum Schluss dieses Buches habe ich mich ein wenig dorthin zurück versetzt gefühlt, denn was von dem dort geschriebenen passierte nun wirklich, und was entsprang Wandas Phantasien? Wer hier Story oder eine Liebesgeschichte sucht, der sollte direkt weiter gehen! Der Klappentext lässt nicht im Ansatz erahnen, was sich im Laufe des Buches für Abgründe auftun.

Die Autorin scheint außerdem ein Freund der deutlichen Sprache zu sein, denn kaum ein Teil der menschlichen Anatomie bleibt unbenannt und kaum eine Handlung der Phantasie überlassen. Muss man mögen, mich persönlich hat es jetzt nicht gestört. Das Buch liest sich flüssig und war in wenigen Stunden ausgelesen. Auch das Cover finde ich optisch sehr ansprechend und einladend. Ich hätte mir das Buch also auch durchaus in der Buchhandlung ausgesucht!

Mein Fazit:

Der Schreibstil von Svenja Mund war einwandfrei, wenn auch sehr deutlich. Mich persönlich hat es wie gesagt nicht gestört, aber es ist mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack. Die Umgebung, bzw. das was man davon zu sehen bekommen hat, hat die Autorin sehr schön beschrieben und tolle Szenen eingefangen. Technisch gesehen habe ich an diesem Buch nichts auszusetzen!

Insgesamt muss ich trotzdem sagen, dass “Die Hütte im Schnee” mir in vielerlei Hinsicht “too much” war. Zu viel Sex, zu viel Hütte, zu wenig Handlung, die die Geschichte voran bringt. Die Geschichte in der Geschichte hat mich leider gar nicht abgeholt. Ich fand sie weder erotisch ansprechend, noch besonders spannend. Max hätte mir in einem anderen Setting bestimmt sehr gut gefallen, aber Wanda empfehle ich ganz dringend einen guten Psychiater. Muss ich das Buch vielleicht einfach nur mit mehr Humor betrachten? Ich weiß es leider nicht.

Die Bewertung:

Geschichte ♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥ | Landschaft/Szenerie ♥♥♥♥♥ | Emotionen ♥♥  = 3,25 Herzen

Andraya


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Titel des Buches: Die Hütte im Schnee*
Autor: Svenja Mund
Verlag: blue panther books
ISBN: 9783862777907
Erscheinungsdatum: 30.9.2018

Seiten: 176 Seiten
Format: eBook und Taschenbuch
Preis: 9,99 € (eBook) und 9,90 € (Taschenbuch)

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