[Rezension] Ein Highlander zur rechten Zeit


Ein Highlander zur rechten Zeit von Lynsay Sands

 Zarte Romantik in den Highlands

Hallo ihr Lieben,

heute reise ich mit euch (schon wieder) in die Highlands. Allerdings dieses mal nicht auf magische Weise, sondern ganz klassisch, so wie es sich für eine Lady gehört! Spaß beiseite, was ich eigentlich sagen wollte ist, dass es sich bei “Ein Highlander zur rechten Zeit” nicht um einen Zeitreise-Roman handelt, sondern schlicht eine Geschichte im entsprechend Zeitalter erzählt wird. Ich mag die Bücher von Lynsay Sands schon seit einer Weile recht gerne, habe sie mir früher immer in der Bibliothek ausgeliehen, und wollte auch schon immer in ihre Highland-Romane rein schnuppern. Nun war es endlich soweit und ich konnte mir eine eigene Meinung zur Reihe bilden.

Klappentext:

Ihr Herz schlägt für die Highlands.
Als ihr Halbbruder sie für ein paar Pferde verkaufen will, begreift Murine Carmichael, dass sie unter seiner Obhut nicht mehr sicher ist. Sie flieht in die Wildnis, wo sie auf Dougall Buchanan trifft. Der stolze Highlander hatte das schändliche Angebot ihres Bruder empört abgelehnt – nun ist er jedoch umso entschlossener, das Herz der schönen Murine für sich zu gewinnen.

Die Geschichte:

Alles beginnt in England, genauer gesagt in Danvries. Murine ist besorgt, warum ihre Freundinnen ihr nicht mehr schreiben und erwartet die Ankunft der Gäste, um diesen einen weiteren Brief für ihre Vertrauten zustecken zu können. Wer weiß, was aus den anderen Schreiben geworden ist. Doch der Abend wird zu einem wahren Albtraum, denn ihr Halbbruder ist mal wieder chronisch pleite und bietet sie im Tausch gegen ein paar Pferde an! Gott sei Dank lehnt der Highlander empört ab, doch Murine ist sich sicher: Der nächstbeste wird wahrscheinlich nicht ablehnen.

Bevor ihr ein Mann unfreiwillig die Unschuld und die Ehre rauben kann, packt sie das nötigste in einen Beutel und sucht das Weite. Weit kommt sie jedoch nicht, bevor sie von Dougall Buchanan aufgegabelt wird. Er scheint ein großes Herz zu haben, denn statt sie zurück zu schleppen, begleitet er sie auf ihrer Flucht und scheint zudem noch ein Auge auf die mutige Murine geworfen zu haben.

Man begleitet Murine und Dougall lange Zeit auf ihrer Reise, sodass ich ein wenig erschrocken war, als ich meinen Lesefortschritt begutachtete und die Hälfte des Buches schon geschafft hatte. Die Zeit verging wirklich schnell, auch wenn nicht wirklich viel passierte. In der ersten Hälfte schaukeln sich die Ereignisse immer wieder hoch, es wird kurz spannend, um gleich darauf wieder aufgelöst zu werden. Es war ein wenig frustrierend, weil man wusste, dass da noch was im Busch ist (im wahrsten Sinne des Wortes) und ich es doch nicht greifen konnte.

Die Romantik und Spannung schlich sie langsam an.

Auch die Gefühle zwischen Murine und Dougall waren lange Zeit nicht ganz klar und ich fragte mich manchmal, wann das Buch denn nun in die Pötte kommen möchte. Die Antwort auf diese Frage lautet: in der zweiten Hälfte! Denn dann kommt Schwung in die Sache und einige wilde Verschwörungstheorien spukten in meinem Kopf umher. Was wäre, wenn Person X mit Person Y verbündet wäre, und sie dafür Person Z angeheuert hätten? Ihr wisst schon, was ich meine! Zum Teil überschlugen sich die Ereignisse und es wurde noch richtig spannend, um abschließend etwas abrupt zu enden. Es war jetzt nicht sonderlich überhastet, aber für mich blieben noch einige Fragen offen, die super in einen Epilog gepasst hätten.

Gerade eben habe ich auf der englischen Seite der Autorin mal ein bisschen gestöbert und bereits einen Fünften Band der Highlander-Reihe gefunden, der in Deutsch noch nicht erschienen ist. Die Reihe geht also weiter und die Chancen stehen nicht schlecht, dass im Folgeband meine Neugier gestillt wird!

Die Charaktere:

Murine Carmichael ist eine mutige und teils sehr törichte junge Lady. Gleichzeitig ist sie aber auch von Selbstzweifel, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit zerfressen und es spielt sich vieles nur in ihrem Kopf ab. Plausibel, wenn man bedenkt, was sie erlebt hat, aber ich habe keinen richtigen Draht zu ihr gefunden. Sie hat mich in vielen Situationen mit ihrem Leichtsinn in den Wahnsinn getrieben und in anderen mit ihren Selbstzweifeln jeglichen Anflug von Romantik im Keim erstickt. In ihren mutigen Momenten hat sie jedoch sehr viel Köpfchen bewiesen und das machte einiges wieder wett!

Dougall wirkte anfänglich fürsorglich, dann wie ein grummeliger Brummbär und zeigte dann beschützende und herrische Seite. Ich wusste manchmal echt nicht wie er reagieren würde. Insgesamt war auch er zu wenig aktiv und zeigte einen Großteil des Buches für meinen Geschmack zu wenig Gefühl. Wäre Lynsay Sands ein wenig großzügiger mit den Gefühlen gewesen, hätte Dougall bestimmt mehr Reiz auf mich ausgeübt!

Das Fazit:

Die Geschichte hat mich komplett überzeugt! Auch wenn sie lange Zeit vor sich hin plänkelt, geht es ab der Hälfte steil bergauf und die Hintergründe der Geschichte liegen lange Zeit im Dunkeln. Im Kopf habe ich ständig versucht, die Ereignisse zu kombinieren und zu verstehen, was da vor sich geht, aber auf das Ende wäre ich niemals gekommen. Zu den Charakteren habe ich, wie bereits erwähnt, keine wirkliche Verbindung aufbauen können. Eventuell wäre es besser gewesen, wenn ich die voran gegangenen Bände gekannt hätte, denn Saidh und Joan haben ihre eigenen Bücher. In sich ist die Geschichte von “Ein Highlander zur rechten Zeit” allerdings abgeschlossen und hat mir ein paar vergnügliche und spannende Abende beschert!

Kleiner Tipp: Wenn ihr das Buch langsam aus der Hand legen wollt, um zu schlafen oder Ähnliches, dann lest nicht “nur noch das Kapitel” zu Ende, sonst lauft ihr Gefahr in die nächste spannende Situation zu geraten 😉

Die Bewertung:

Geschichte ♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥ | Sprache ♥♥♥♥♥ | Emotionen ♥♥♥  = 4 Herzen

Andraya


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Titel des Buches: Ein Highlander zur rechten Zeit*
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX / Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-7363-0551-9
Erscheinungsdatum: 26.1.2018

Seiten: 343 Seiten
Format: eBook und Taschenbuch
Preis: 8,99 € (eBook) und 10,00 € (Taschenbuch)

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