[Rezension] Der Maskenball / Prescott Sisters 1


Der Maskenball-Cover aus der Reihe "Prescott Sisters" von Karin Lindberg

Willkommen bei den Prescott Sisters!

Hallo ihr Lieben,

man könnte es fast schon als Sommerpause bezeichnen, aber es wird nun definitiv mal wieder Zeit für eine neue Rezension! Seit Wochen bewegt sich das Thermometer um die 30 Grad-Marke und ich hing in einem enormen Loch fest. Lesen? Fehlanzeige. Aaaaaaaber gestern kamen die Gartenmöbel an und sind heute auch schon aufgebaut. Das heißt, es bleiben wenig ausreden sich im stickigen und warmen Haus zu vergraben, wenn draußen ein laues Lüftchen weht. Mal sehen, ob ich die nächsten Wochen meinen Lese-Rückstand aufholen kann oder mich das Loch wieder packt! Heute beginne ich schon mal mit “Der Maskenball” aus der Reihe “Prescott Sisters” von Karin Lindberg.

Klappentext:

Champagner, wilde Partys und eine traditionsreiche Familie.

Jeder hält Virginia Prescott für ein reiches Töchterchen, das von Daddys Vermögen lebt. Auf einem Maskenball beschließt sie kurzerhand, ihr Leben zu ändern. Sie verschweigt dem charmanten Australier Liam, wer sie wirklich ist, und stürzt sich in ein Abenteuer mit ihm. Die Aktion mit der geliehenen Identität ist ein Spiel mit dem Feuer, denn im ungünstigsten Moment fliegt ihre Lüge auf …

Die Geschichte:

“Der Maskenball” spielt im modernen Shanghai und Virginia Prescott ist gerade erst aus den USA nach China zurück gekehrt. Mit ihrer besten Freundin besucht sie einen Maskenball und versteckt hinter ihrer Maske lernt sie einen sehr charmanten jungen Herrn kennen. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie die Möglichkeit ihre reiche und einflussreiche Familie hinter sich zu lassen und kann irgendwie sie selbst sein.

Die Geschichte ist prinzipiell nichts neues, sie erinnert sogar ein wenig an Cinderella (Stichwort Schuh). Aber sie wurde sehr ansprechend, locker leicht und humorvoll geschrieben und hat mir so zwei Abende versüßt. Länger habe ich für die 228 Seiten leider nicht gebraucht 😉 Für meinen Geschmack hätte das Buch gut und gerne 100 weitere Seiten vertragen können, denn zum männlichen Protagonisten hätte ich mehr erfahren wollen und auch die restlichen Mitglieder der Prescott Familie sind teilweise sehr blass geblieben. Aber um diese Schwachstelle zu schließen gibt es ja noch die nachfolgenden Teile.

Was mich allerdings sehr erstaunt hat, war das abrupte Ende. Eine eher verfahrene Situation hat sich so schnell aufgelöst, dass ich mich ein wenig überrumpelt fühlte. Da das Buch mir aber insgesamt sehr gut gefallen hat, sehe ich darüber hinweg, freue mich über diese angenehme Lektüre und hoffe, dass Band 2 in der zweiten Hälfte etwas Tempo heraus nehmen wird!

Die Charaktere:

Der Australier Liam ist sehr schwer einzuschätzen. Mir haben an ihm einige Ecken und Kanten oder einfach nur Marotten gefehlt und ich habe lange darauf gewartet, dass mir etwas negatives an ihm auffällt. Aber der Moment kam einfach nicht. Seinen Hintergrund und Lebensstil habe ich ihm leider auch nicht so recht abgenommen, da er sich so selbstverständlich in der Welt der Reichen bewegte. Selbst die verwöhnte Expat-Tochter Virginia brachte ihn nicht aus dem Konzept und er machte einfach sein Ding. Sehr sympathischer Kerl, dem ich nichts negatives nachsagen kann, aber mit dem ich Startschwierigkeiten hatte!

Virginia Prescott entstammt einer britischen Auswanderer-Familie und musste sich nie Gedanken um Geld machen. Und doch bestimmt es ihr gesamtes Leben, denn die Familie Prescott ist eben sehr bekannt. Im gutbürgerlichen Alltag wäre sie wahrscheinlich bodenlos verloren und würde die Wände hochgehen. Sie erinnerte mich tatsächlich an Caroline aus “2 Broke Girls”, denn die Autorin schaffte es, dass man Virginia fürchterlich nett findet, obwohl sie eigentlich diverse Charakterzüge einer hochnäsigen Göre zeigt. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Charaktere so wunderbar zusammen passen und die Interaktionen einfach funktionieren und es niemals “too much” wird.

Wie bereits erwähnt, blieben mir die Familienmitglieder der Prescott-Familie zum großen Teil zu blass, aber dadurch, dass “Der Maskenball” Teil einer Reihe ist, habe ich große Hoffnung, dass ich die Familie in den weiteren Teile besser unter die Lupe nehmen kann.

Das Fazit:

“Der Maskenball” steht für kurzweilige Unterhaltung in der Welt der Reichen und Schönen und wenn einem eine kleine Klischee-Schlacht nicht stört und gerne Storys aus einer heilen Welt liest, der ist hier definitiv an der richtigen Adresse. Insgesamt bin ich sehr gespannt, wie sich einige Charaktere der Prescotts in den folgenden Bänden entwickeln, denn so manch eine/r kam nicht besonders sympathisch weg. Auch ob Virginia und Liam in den folgenden Bänden nochmals auftauchen möchte ich wissen und werde deswegen definitiv weiterlesen.

Das Buch hat Stärken und Schwächen, aber für Fans der unterhaltenden kurzweiligen Lektüre ist dieses Buch auf jeden Fall zu empfehlen.

Die Bewertung:

Geschichte ♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥♥ | Landschaft/Szenerie ♥♥♥ | Emotionen ♥♥♥  = 4 Herzen

Andraya


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Titel des Buches: Der Maskenball*
Autor: Karin Lindberg
Verlag: BookRix GmbH & Co. KG
ISBN: 978-3-7438-0104-2
Erscheinungsdatum: 11.5.2017

Seiten: 228 Seiten
Format: eBook und Taschenbuch
Preis: 2,99 € (eBook) und 9,99 € (Paperback)

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